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REICHRAMING


Reich an Wasser, Wild und Wald
ist das Tor zum Nationalpark Kalkalpen

 

Reichraming, das soviel wie "Reicher Fischbach" bedeutet, und das am rechten Ennsufer gelegene, sagenumwobene Arzberg besitzen eine große Vergangenheit.

 

 

Die Geschichte Reichramings beginnt im Ortsteil Arzberg, wo Funde von Steinwerkzeugen auf eine 5.000 Jahre alte Siedlung hindeuten. Der Name Arzberg bedeutet soviel wie Erzberg und verweist auf einen mittelalterlichen Eisenerzabbau am Schieferstein, von dem noch die Grubenlöcher zu sehen sind.

Die Gründung des Ortes an der Mündung des Reichramingbaches in die Enns hängt eng mit den Hammerwerken zusammen, die die Energie des Wassers für den Antrieb der Blasbälge und Schwanzhämmer nutzten.

Viele bedeutende Hammerherrenfamilien, die "Schwarzen Grafen", besaßen durch die Jahrhunderte im Ort, in der Schallau und im Dirnbach eisenverarbeitende Betriebe und Herrenhäuser.

Zu den Hammerwerken gehörten auch die Holzrechen und Kohlplätze, die den Holzreichtum des Reichraminger Hintergebirges für die Herstellung von Holzkohle nutzten. Die Natur und das Holz, dessen Bedeutung auch im Gemeindewappen seinen Ausdruck findet, ist der wahre Schatz Reichramings.

Kein Gold glänzte heller als jenes berühmte Messing, das die Reichraminger Messingfabrik produzierte. In ihrer 350-jährigen Geschichte ist sie zum Sinnbild für goldene wirtschaftliche Zeiten geworden.

Die zahlreichen Besitzer, von den ersten Hammerherren über das Stift Seitenstetten und den "Werndl in Reichraming" Karl Klein bis zu den Brüdern Sommer vergrößerten und modernisierten immer wieder die Fabriksanlagen.

Selbst Katastrophen, wie der Ortsbrand von 1846 und das Jahrhunderthochwasser von 1899 konnten die Entwicklung des Ortes nicht bremsen.

1850 wurden Reichraming und Arzberg, die vorher zu Losenstein gehört hatten, zu einer selbständigen Gemeinde vereinigt. Seit 1909 ist auch die Pfarre unabhängig.

Die wirkliche Katastrophe für den Ort bildeten das Ende der Stahlindustrie 1889 und der Messingfabrik 1928. Jetzt blieben nur noch das Holz aus dem Hintergebirge und der Fremdenverkehr.

Der 1963 abgeschlossene Ortsumbau, verursacht durch den Bau des Kraftwerkes Losenstein, gab Reichraming ein neues Gesicht. Dabei blieb im wahrsten Sinn des Wortes kein Stein auf dem anderen. Erhalten blieb vor allem die Kirche zum Hl. Franz von Sales, ein "Dom für die Arbeiter", die auch heute noch das Herzstück des Ortes bildet.

Mit der Gründung des Nationalparks Kalkalpen im Jahr 1997, zu dem das Reichraminger Hintergebirge und das Sensengebirge gehören, wurde ein neues Zeitalter für das "Tor zum Nationalpark" eingeleitet.

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